Biketour: Biketicket to RIDE „schwarz“

Schon zu lange haben wir von dieser Biketour gesprochen. Es war also aller höchste Eisenbahn uns auf die viel erwähnte Rundfahrt Biketicket to RIDE im Graubünden zu stürzen. Ursprünglich geplant war die rote Strecke, doch nach Rücksprache mit  Thomi Giger vom  RIDE Mountainbike-Magazin auf unserer Ruinaulta-Tour haben wir auf die schwarze Rundfahrt umgesattelt.

Da wir die Strecke anstatt auf der Lenzerheide in Chur beginnen, bleibt auch die Anfahrtszeit aus Zürich im Rahmen. Gemächlich springen wir am letzten Samstag kurz nach 8 Uhr auf den Schnellzug und stehen bereits um 10 Uhr oben neben der Bergstation Brambrüesch ready für die erste Abfahrt.

Die Eckdaten der Biketour von der Lenzerheide-Homepage

 Biketicket to RIDE: Schwarz (Nr. 617)
(GPS-Download)

Nur die besten Trails wurden für diese Runde ausgesucht. Die Abfahrt vom Rothorn 2865 m bis nach Chur 580m mit kleinem Abstecher in Arosa ist einfach genial. Ab Chur verläuft die schwarze Strecke identisch der Roten nur die Abfahrt von der Alp Stätz bis zum Heidsee ist technisch anspruchsvoll und bedarf Erfahrung im Spitzkehren fahren.

Distanz: 53 km
Höhenmeter bergauf: +1230m
Höhenmeter bergab: -4578
6 Bergbahnen inkl. Arosa


Hier die fantastische Übersichtskarte auf der Page der Lenzerheide.

Und gleich mein erster Hinweis: Die Bergbahn in Arosa ist zwar inkl. der Tour, aber nicht inkl. dem „Biketicket to RIDE“. Man bezahlt folglich zu den CHF 27.- in Chur an der Talstation in Arosa nochmals CHF 13.- (alle Preise mit Halbtax/GA). Was meiner Meinung nach gut zu verkraften ist.

Also dann, auf zur ersten Thalfahrt des Tages. Es geht von Brambrüesch nach einer kurzen Steigung runter bis nach Churwalden. Technisch ist dieser Abschnitt nicht besonders anspruchsvoll, dafür geniessen wir jedoch die flowigen Abschnitte durch den Wald und die ersten Weitblicke umso mehr.

Ab Churwalden geht es mit dem Sessellift hoch zur Alp Stätz. Leider vernichten wir auch hier viele Höhenmeter auf Kies- und Schotterwegen, bis wir endlich zum schönen Teilabschnitt hinunter zum Heidsee gelangen. Die Route hat folglich bis nach Lenzerheide Verbesserungspotenzial. Obschon, ich meckere gerade auf wirklich hohem Niveau, denn der Service ist super und wir haben uns auch auf den vorhandenen Wegen prächtig amüsiert.

Mit der Gondelbahn Lenzerheide/Lai geht es hoch auf das Rothorn (2865müM). Apropos, im Tal lohnt sich ein Abstecher in den Bikepark direkt hinter der Talstation. Diesen haben wir dummerweise erst von der Kabine aus gesichtet und sind etwas zähneknirschend über die Pumptracks und Drops hinweg gegondelt.

Das Highlight der Tour ist sicher die Aussicht und Abfahrt vom Rothorn bis nach Arosa. Die Trails und die Landschaft sind einfach nur episch! Diese Singeltrails über steile Geröllhalden und verzwickte, enge Wanderwege erklären wohl, weshalb die Rundtour den Schwierigkeitsgrad „Schwarz“ erhalten hat.

Ach ja, kurz nach dem Gipfel stimmt der GPS-Track nur noch bedingt. Was wohl damit zu tun hat, dass sich der Weg durch die Schiefersteinhänge witterungsbedingt  jede Saison anders gestaltet. Kurz vor Arosa könnte dann die GPS-Route tatsächlich etwas verbessert werden. Geleitet wird man am Ende einen Hang hinauf und dann mitten durch Innerarosa, anstatt direkt über einen kleinen Feldweg zur Gondel.

Auf dem Hörnligrat schaffen wir es gerade noch vor einem kurzen aber heftigen Regenschauer in das Bergrestaurant. So oder so kann ich einen Abstecher in die Hörnlihütte empfehlen. Die Aussicht von der Terrasse, aber auch innen bei der Fensterfront ist atemberaubend. Die Bikes lassen sich übrigens unter die grosse Treppe stellen.

Die Abfahrt durchs Urdental ist ein weiterer Höhepunkt der Tour. Da es kurz vor unserer Weiterfahrt geregnet hat, wird das erste Teilstück zur Schlammschlacht und zu einer richtig rutschigen Herausforderung.

Bis Praden ist die Tour ein einziger Genuss. Kurz vor der Dorfausfahrt jagt uns die GPS-Route nochmals eine steile Passage den Berg hinauf. Mit müden Beinen kämpfen wir uns über den verkeilten und leider kaum fahrbaren Trail, immer in der Hoffnung auf eine noch vor uns liegenden, traumhaften Abfahrt.

Doch daraus wird nichts. Als wir die anstrengenden Trage- und Schiebepassagen endlich hinter uns haben, erwartet uns ein kommuner Feldweg bis hinunter nach Passugg. Deshalb meine Empfehlung: solange dieses Teilstück nicht etwas überholt wurde, benutzt einfach die Strasse von Praden nach Passugg und steigt dort wieder in das finale und auch lohnenswerte Schlussstück der Rundtour ein.

Am Ende der Tour im sonnigen Chur (*g*) schauen wir auf eine tolle Ausfahrt zurück. Kurz und bündig: Wir kommen wieder!

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